St. Veiter Bürgerfrauen
     

 
     
 

Obfrauen:
1986 – 1993 Brigitte Kultererer (Gründungsobfrau) ergänzen
2014 – 2016 Brigitte Kulterer (Gründungsobfrau)
Seit 2016 Anna Jandl

Neben der Wahrung der Tradition und der gesellschaftlichen Präsenz hat auch die St. Veiter Gruppe einen großen Anteil des Vereinswirkens dem Sozialen und somit der Hilfe am Mitmenschen gewidmet. Rasche Hilfe wo es Not tut und Helfen ohne großes Aufsehen ist das Motto der St. Veiter Frauen im Bürgerkleid.
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Obfrau
Anna Jandl

 
 

Anlass zur Gründung war unter anderem das Vorhandensein eines in den 1950er Jahren vom Kärntner Heimatwerk vorgestellten Bürgerinnenkleides, das der Nachwelt in gelebter Form erhalten bleiben sollte. Das Kleid ist zweiteilig und wird aus in sich gemustertem Seidenstoff angefertigt. Die Farbauswahl trifft jede Trägerin für sich, nur muss es ein eher dunkler und gedeckter Stoff sein. Das Oberteil ziert ein in im Mittellatz gestickter goldener Lebensbaum, der Unterteil, ebenfalls aus der gleichen Seide gearbeitet, ist entweder gezogen oder in Falten gelegt. Weiße Spitzenhandschuhe, weiße Spitzenstrümpfe, schwarze Schuhe, ein Pompadur aus dem gleichen Kleiderstoff sowie ein schwarzer Seidenschirm mit Rüschenabschluss ergänzen die Tracht. Die St. Veiter Frauen im Bürgerkleid tragen eine goldene Bodenhaube mit reichlicher Stickerei. Den ebenfalls goldenen Spiegel ziert eine lange schwarze Masche.

Am 17. Mai 1987 fand das offizielle Gründungsfest der St. Veiter Frauen im Bürgerkleid am festlich geschmückten Hauptplatz statt. Die Gründungsobfrau Brigitte Kulterer und ihre Damen konnten in der Herzogstadt St. Veit insgesamt 1500 Trachtenträger begrüßen. Heute zählt die Gruppe 36 Mitglieder.

Neben der Wahrung der Tradition und der gesellschaftlichen Präsenz hat die St. Veiter Gruppe einen großen Anteil des Vereinswirkens dem Sozialen und somit der Hilfe am Mitmenschen gewidmet. Vielseitig ist auch das kulturelle Engagement. So wurde der Gedichtband „Der Mensch ist mehr als Staub und Asche“ von Anton Schmid neu aufgelegt. Der Pädagoge und großartige Schöpfer unzähliger bekannter Kärntnerlieder Prof. Anton Schmid (1915 – 1996) hat die Bürgerfrauen durch Jahre hindurch begleitet. „Der Kronawöttarhof“ von Superintendent Gerhard Glawischnig wurde ebenfalls der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt.

Für die evangelische Kirche von St. Veit wurden zwei von den Schwestern des Wernberger Klosters kunstvoll gestickte Altartücher gestiftet. Anlässlich der Übergabefeier im Jahre 2001 entstand der nunmehr alljährlich ausgeübte Brauch des Adventgottesdienstes „Is schon Advent“. Die anschließende Agape, zu der die Bürgerfrauen herzlich einladen, wird von den Kirchenbesuchern gerne angenommen. Alljährlich am 15. August findet die von den St. Veiter Frauen im Bürgerkleid ins Leben gerufene Kräuterweihe in der Klosterkirche statt. Unzählige Kräutersträußchen werden von den Damen liebevoll gebunden und nach der Segnung an die Gläubigen verschenkt.

Die Stadtgemeinde St. Veit lädt die Frauen im Bürgerkleid gerne ein, damit sie in ihrer Tracht den diversen Veranstaltungen ein würdiges Gepräge geben und so auch ein wenig den Bürgerstolz  der alten Herzogstadt präsentieren. Einen Höhepunkt des Vereinsjahres bildet naturgemäß der Festzug anlässlich der Eröffnung des seit Jahrhunderten durchgeführten St. Veiter Wiesenmarktes.

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Landesverband der Städtischen Bürger- und Goldhaubenfrauen Kärntens